KAWAs und KAGAs

Viele meiner Kunden meinen, wenn sie ein Mindmap von mir sehen, ah- da merkt man die Handschrift vor Vera F. Birkenbihl, doch im Kopf haben sie die bunten KAWAs, die sie so gerne zeichnete. Sie unterscheiden sich von Mindmap wesentlich- ein KAWA geht in Richtung Gedankenspiele, Assoziationen finden, das Unterbewusstsein anzapfen, während eine Mindmap strukturierter aufgebaut ist.

Was heißt eigentlich KAWA und KAGA?

KAWA nach Birkenbihl ist ein Akronym und bedeutet: Kreative Ausbeute von Wort-Assoziationen. KAWA lässt sich aber besser merken. Daher der Name. KAWAs kann man zu allen Themen machen, die einen interessieren.

Wie funktioniert ein KAWA und warum funktioniert diese Technik so gut?

Als erstes schreibt man mit großen Buchstaben das Thema in die Mitte. Ich nehme übrigens das Blatt dazu immer quer. In unserem Mindmap- Vorlagenringblock werden KAWAs auf der linken weißen Seite gezeichnet. Nun lässt man die Gedanken schweifen und überlegt, was einem zu dem Begriff einfällt und was wichtig ist, aufgeschrieben zu werden. Die Schwierigkeit dabei: Das Aufgeschriebene muss mit einem der Buchstaben beginnen, die in der Mitte stehen. Je kleiner der Begriff, desto weniger Buchstaben hat man zur Verfügung und desto mehr nachdenken muss man. Hier ist es der Mangel an Buchstaben, die ein Thema intensiver durchdenken lassen als es eine ABC- Liste tut. Ziel sollte es sein, zu jedem Buchstaben einen passenden Begriff zu finden.

Angenommen, du möchtest ein KAWA über deine beste Freundin Eva anlegen, dann hast du nur die drei Buchstaben zur Verfügung. Du darfst diese aber mehrfach belegen.
Vielleicht steht dann  E wie elegant, erfolgreich, eloquent, für das V findest du sie vertrauenswürdig, verrückt und verliebt und bei A hast du albern und alleinstehend assoziiert.
Hätte deine beste Freundin Hannelore geheißen, hättest du natürlich mehr Buchstaben zur Verfügung gehabt.
Ich selbst schreibe oft in KAWA- Form in Versammlungen mit. Das hält munter, egal, wie unwichtig oder langweilig eine Versammlung ist. Und man bekommt alles mit. Unten siehst du einige KAWAs von mir.

Was sind KAGAs?

Das G im Namen kommt von Graphik, hier wird also gezeichnet. Insbesondere symbolhaft. KAGAs werden also gezeichnet. Das gilt auch für Personen, die von sich behaupten, dass sie nicht zeichnen könnten. Denen sei wärmstens das Buch von Betty Edwards ans Herz gelegt: „Garantiert zeichnen lernen“. Vielleicht stellst du dir vor, wie du graphisch ein Sprichwort darstellen sollst. Das könnte übrigens auch ein Spiel sein: Jemand zeichnet und der andere muss das Sprichwort erraten. Das übt schon mal. Der Vorteil hier ist, dass man eine Angelegenheit auf vollkommen neue Art durchdenken muss.

Interessant ist, wenn man zu einem Thema immer wieder KAWAs oder KAGAs anlegt, dass sich mit der Zeit die Assoziationen verändern und man tiefer ins Unterbewusste kommt.

Diese Technik setze ich fürs Lernen ein, sie macht echt Spaß.

Wo setze ich diese Technik ein?

50% meiner Mitschriften in Konferenzen und Meetings sind KAWAs.
Ich arbeitete eine Reihe von Sprichwörtern damit auf. Die findest du auf meinem YouTube- Kanal.
Meine Schüler legen sie zu allen möglichen Themen an, in dem Memoflip, das sie anfertigen, ist ein KAWA Pflicht.
Auf den Ordnerrücken meiner Coachingkunden ist ein KAWA zur Person.
Ich habe für viele Kunden ein KAWA angelegt.
Wenn ich telefoniere, schreibe ich oft in KAWA- Form mit und schicke dann dem völlig verblüfften Gesprächsteilnehmer unser buntes Gesprächsprotokoll.

<<HIER>> findest du unsere gesammelten Werke.

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